Prof. Frank Duffy von der Harward-Universität empfahl schon zur Jahrtausendwende: „Neurofeedback sollte als therapeutische Intervention bei vielen problematischen Gesundheitsfragen eine Hauptrolle spielen. Hätte irgendeine Medikation ein vergleichbares breites Spektrum an Effektivität, würde sie global akzeptiert sein und angewandt werden.“ Neben der Homöopathie, Phytotherapie und Biofeedbacktherapie spielt das Neurofeedbacktraining bei der Behandlung von ADHS, Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen, Tinnitus und Depressionen in unserer Praxis eine große Rolle. Prof. E.h. Iwailo Schmidt BGU verfügt als Heilpraktiker seit Mitte der 90-er Jahre über einen reichen Erfahrungsschatz auf diesem Gebiet.
Sind Psychopharmaka wirklich eine Dauerlösung?
Ein Viertel der Deutschen leidet extrem unter Stress. Doping am Arbeitsplatz ist laut einer Studie der DAK ein Massenphänomen geworden. Zwei Millionen Menschen nehmen Psychopharmaka direkt am Arbeitsplatz, um den alltäglichen Belastungen gerecht zu werden.
Allein die Verordnung von Psychopharmaka unter Studenten stieg in den letzten vier Jahren um 54%. In den letzten zwanzig Jahren ist die verordnete Menge von Ritalin um das fünfzigfache gestiegen.
Paracelsus schrieb schon vor über 500 Jahren, dass in jedem von uns ein Innerer Heiler wohnt. Man müsse ihn nur bitten. Erst wenn der Innere Arzt erschöpft ist, so schreibt er, sollte ein äußerer Arzt eingreifen.
Lernen Sie aus diesem Grund mit Stress besser umzugehen:
Die durch die Therapie erworbenen Fertigkeiten sollen den Patienten befähigen, ohne technische Hilfsmittel seine Körperwahrnehmung zu verbessern, um ganz bewusst, auftretende Störungen selbst beeinflussen zu können.
Die häufigsten Anwendungen beziehen sich beim Neurofeedbacktraining auf Aufmerksamkeitsdefizitstörungen, Tinnitus, Migräne, Hypertonie, chronische Verspannungen, Fibromyalgien, chronische Schmerzen aller Art, Inkontinenz, anorektale Dysfunktionen, Obstipationen, Depressionen und Ataxiebehandlungen bei Morbus Parkinson.
Beim Neurofeedbacktrainig lernt der Patient durch einen bestimmten geistigen Zustand, seine Hirnströme so zu steuern, dass diese z.B. eine Musik zum Erklingen bringen. Dadurch entsteht ein positiver Effekt. Das Gehirn merkt sich im Verlauf der Therapie diesen positiven Zustand, der den Erfolg auslöst. Im nächsten Schritt geht es darum, die Strategie in den Alltag zu überführen, die sozusagen zur Belohnung geführt hat. Dazu können optische und akustische Hilfsmittel auch außerhalb der Therapiesitzung angewendet werden, die den Patienten an die erlebte erfolgreiche Situation erinnern. Im Laufe der Zeit manifestieren sich die gewonnenen Erfahrungen auf der Ebene der Neuronenverbände. Mit fortschreitendem Training wird das erlernte Motiv zu einem klassisch konditionierten Reiz, so wie wir ihn mit dem Stoppen bei einer roten Ampel kennen. Man denkt nicht mehr über die erlernten Prozesse nach und dennoch finden diese statt und führen z.B. zur erwünschten Konzentration oder Entspannung. Da die Biofeedback- bzw. Neurofeedbacktherapie auf dem Kapitalmarkt keine wesentliche Rendite bringen kann, ist sie für Industrie, Politik und Krankenkassen bedeutungslos geblieben und führt seit den 1940-er Jahren ein Nischendasein.
„Primun non nocere!“