Die kleine Luftseilbahn Intragna-Pila-Costa verbindet seit 1953 die Ortschaften Costa und Pila oberhalb Intragna mit der Ortschaft und dem Bahnhof an der Centovallibahn. Die Kabinen für je 4 Personen fahren von von der Talstation in der Nähe des spektakulären 82 m hohen Eisenbahnviaduktes über den Isorno hinauf über 2 Stützen zur Zwischenstation Pila. Der Weiler Pila mit seinen eng aneinander gebauten Häuser, war Nach dem zweiten Weltkrieg sehr stark von Abwanderung betroffen. Die Luftseilbahn war dazu gedacht die Verbindung ins Tal zu vereinfachen und so den Trend zu stoppen. Heute werden die Häuser immer noch bewohnt. Meistens als Weekendhaus. Die zweite Etappe führt über eines der 100 Täler nach welchen die Centovalli benannt sind. Die Bergstation befindet sich im Weiler Costa. Dieser ist, im Gegensatz zu Pila, heute auch mit einer Strasse erschlossen. Die Bahn gehört der FART (Ferrovie Autolinee Regionali Ticinesi) welche auch die Centovalibahn (bis Camedo), die Autobusverbindung nach Cavegno und die Seilbahn nach Rasa (Besitz der Gemeine Intragna) betreibt. An der Bergstation befindet sich ein Grotto sowie der Ausgangspunkt zu gemächlichen Spaziergängen in den Kastanienwäldern der Centovalli oder Wanderungen nach Monti di Comino oder rechtsufrig in das Valle Onsernone.
Die Bahn ist in das Tarifverbundnetz des Tessins (Arcobaleno) eingebunden, womit die Bahn zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gezählt werden kann. Die Anlage wurde ursprünglich von L+P Küpfer gebaut und mehrfach durch selbige Firma modernisiert.
Die rund 1050m lange Trasse überwindet 300 Höhenmeter, dabei werden 3 Stützen und eine ZWischenstation überfahren. Die BAhn kann in Randzeiten von Bewohnern der Ortschaften Pila und Costa auch per Karte bedient werden. An der Bergstation befinden sich die Talstationen von mehreren privaten Personen und Materialseilbahnen. Beispielsweise die Luftseilbahn nach Cremaso oder Pila30.
Die Anlage zeigt in vereinfachter Form wie schon in den frühen 50er Jahren durch eine einfach aber genial trassierte Bahn der Zugang zur Aussenwelt vereinfacht werden konnte und damit darf die Bahn als eine der ersten urbanen Luftseilbahnen überhaupt bezeichnet werden, da sie schon 1953 das heute propagierte urbane Seilbahnkonzept in die Tat umsetzte, in welchem die Luftseilbahn als erweiterte Zubringerachse zur Eisenbahn fungiert.